Mittelstand in Österreich

März 2, 2010

SELBST und STÄNDIG?

Einsortiert unter: Personalentwicklung — Birgit Kabas @ 9:26 vormittags
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Der 12-16 Stundentag oder
welche Aufgaben sind Chefsache und was kann sinnvoll delegiert werden?

Ich kenne viele fleißige Unternehmer, die bereits in den frühen Morgenstunden mit ihrer Arbeit beginnen und sie mehr oder weniger ohne Pause am späten Abend beenden. Das ganze dann von Montag bis Sonntag. Zu Spitzenzeiten sicherlich eine Notwendigkeit, im Regelfall jedoch schlechte Einteilung und Organisation.

Von der Strategie zu den täglichen Prioritäten

Sieht man genauer hin, werden viele kleine, unwichtige Tätigkeiten vom Chef persönlich erledigt, bedeutende hingegen auf den nächsten Tag oder die nächste Woche verschoben.

Wichtig ist es, sich als Unternehmer zu überlegen, wohin sich das Unternehmen in den nächsten sechs Monaten, dem nächsten Jahr bzw. den nächsten fünf Jahren entwickeln soll und wie man dort hinkommt. Diese Ziele vor Augen fällt es leichter seine Aufgaben im Alltag zu priorisieren und den Tag mit den wirklich wichtigen Arbeiten zu beginnen. Die meisten Menschen arbeiten an ihrer Aufgabenliste die schnell zu erledigenden Aufgaben ab und widmen sich dann erst unliebsamen oder etwas aufwändigeren Arbeiten. Oft reicht die Zeit nicht mehr aus und diese werden weiter nach hinten verschoben. Ein unangenehmes Gefühl entsteht und entwickelt sich bei längerem Aufschub zu einem recht beachtlichen Rucksack.

Drehen wir die ganze Geschichte um. Wir beginnen zuerst mit einer wichtigen Arbeit, die vielleicht nicht ganz so angenehm, dafür aber extrem wichtig für unsere unternehmerische Zukunft ist. Ist diese erledigt, sind wir von dem Erfolgserlebnis beflügelt und nehmen die nächsten Aufgaben mit Schwung und Leichtigkeit in Angriff.

Es ist von großer Bedeutung den Markt und das eigene Unternehmen laufend zu reflektieren. Mit etwas Distanz zum Alltagsgeschäft eventuell mit professioneller Unterstützung gelingt dies sehr gut und schnell. Man muss nicht warten, bis Feuer am Dach ist, sondern kann rechtzeitig gegenlenken.

Die Unternehmenskultur

Mitarbeitereinschulung ist das A und O im Unternehmen. Klare Richtlinien und Regeln geben langfristig Orientierung im Umgang mit einander und vereinfachen interne und externe Prozesse. Auch in diesem Fall spielt die Gesamtstrategie eine wesentliche Rolle. Wohin will sich das Unternehmen entwickeln? Welchen Beitrag können die Mitarbeiter dazu leisten? Welche Aufgaben muss/kann ich als Chef delegieren?

Im konkreten bedeutet das

  • Was darf der Mitarbeiter selbst entscheiden? Für was ist er verantwortlich?
  • Wann muss ich als Chef informiert bzw. gefragt werden?
  • Wie lange dauern regelmäßige Besprechungen? Wer nimmt daran teil? Welches Ziel haben sie?…

Das Controlling

Kontrolle ist Chefsache! Das Wort Kontrolle ist in unserem Sprachgebrauch sehr negativ besetzt und trotzdem für den Erfolg des Unternehmens sehr wichtig. Es ist von oberster Priorität, als Chef den Überblick zu haben, um zu wissen, was als nächstes geschehen soll.

Wie Management Guru Fredmund Malik sagt, ist es ganz einfach erfolgreich zu sein „Stop doing wrong things.“ und das gilt nicht nur für den Unternehmer, sondern auch für seine Mitarbeiter.

Juli 10, 2009

GRÜN – ROT – BLAU, das bunte Unternehmen

Einsortiert unter: Personalentwicklung — Birgit Kabas @ 11:47 vormittags
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Ein Erfolgsfaktor für schwierige Zeiten

Ein Kernthema jedes Unternehmens ist der „richtige“ Einsatz der MitarbeiterInnen. Nicht immer ist klar ersichtlich, wer für welche Tätigkeit am besten geeignet ist, auf wen man bauen kann, wer das meiste Entwicklungspotenzial hat, ….

Meist wird bei personellen Entscheidungen sehr viel Wert auf die fachliche Qualifikation bzw. das Bauchgefühl gelegt, die Frage der Persönlichkeit wird für gewöhnlich erst später gestellt.

Die Einstellung neuer MitarbeiterInnen

Das Bewerbungsgespräch verläuft gut, der Bewerber wirkt sehr sympathisch – Grund genug ihn einzustellen?

Die Personalauswahl in KMUs erfolgt oft recht unsystematisch und so geschieht es schnell, dass ein falscher Kandidat eingestellt oder ein guter Bewerber abgelehnt wird. Viele Unternehmer/Personaler verlassen sich neben Zeugnissen und Zertifikaten rein auf das Bauchgefühl und entscheiden so mehr nach Sympathie als nach Eignung. Aus diesem Grund passiert es, dass vorwiegend ähnliche „Typen“ ausgewählt werden und dem Unternehmen die Vielfalt verloren geht. Wenig Berücksichtigung findet dabei auch die Zusammensetzung des bereits bestehenden Teams bzw Mitarbeiterstammes.

Das bestehende Team

Nur wenn man sein Team mit seinen Stärken und Schwächen kennt, kann man es gezielt steuern.

Das „einfärbige“ Team

Ähnliche Persönlichkeiten verstehen sich meist sehr gut. Der Arbeitsalltag verläuft harmonisch, es gibt wenig Reibungspunkte, man ist sich schnell einig. Oder es gibt einen starken Konkurrenzkampf, weil die Teammitglieder sich sehr ähnlich sind und um eine Position, einen Status ringen. Ein Team mit stark ähnlichen Persönlichkeiten birgt für Unternehmen das Risiko, dass es lediglich zu einer Vervielfachung der Einzelleistung kommt, nicht aber zu einer sinnvollen Ergänzung. Konzentrieren sich die Teamstärken nur auf einen Bereich, kann es bei Änderungen der Rahmenbedingungen leichter zur Handlungsunfähigkeit kommen.

Das „bunte“ Team

Gibt es unterschiedliche Persönlichkeiten in einem Team, sind Reibungen vorprogrammiert. Situationen werden unterschiedlich wahrgenommen, interpretiert und bewertet. Daraus resultieren immer wieder Konflikte, die auf- und verarbeitet werden müssen. Es gibt nicht „die“ ideale Zusammensetzung eines Teams, da sie von vielen Faktoren abhängt. Eine ausgewogene Mischung der Persönlichkeiten hat sich allgemein als günstig erwiesen. Der emotionalen Zusammenhalt und die Effektivität sind wichtige Faktoren des Unternehmenserfolges und hängen maßgeblich von der personellen Zusammenstellung eines Teams ab. Gerade die unterschiedliche Wahrnehmung, Bewertung und Interpretation von Situationen sind in schwierigen Zeiten ein Erfolgsfaktor. Weitsichtigere, umfassendere Betrachtungen und Lösungen sind in „bunten“ Teams möglich.

Wie erkennt man den „richtigen“ Mitarbeiter und setzt sein Team optimal zusammen?

Das Triogram® ermöglicht die Analyse von Persönlichkeitsstrukturen auf schnelle, effektive Art und Weise. Es ist ein wissenschaftlich fundiertes Instrument der Menschenkenntnis und wurde Rolf W. Schirm, dem Schöpfer der Biostrukturanalyse entwickelt. Die drei Eckpfeiler des Triogram® stehen für die drei Gehirnbereiche des Menschen, die auf unterschiedlichen Stufen der Evolution entstanden sind und die Struktur unserer Persönlichkeit bestimmen.

GRÜN: Stammhirn

ROT: Zwischenhirn

BLAU: Großhirn

Die teamrelevanten Eigenschaften im Überblick

GRÜN ROT BLAU
erfahrungsorientiert motivierend vorausplanend
ausgleichend pragmatisch analysierend
intuitiv dynamisch systematisch
einfühlsam entscheidungsfreudig kontrollierend
kreativ nutzenorientiert sachorientiert

Erkennt man die Persönlichkeit und das Potenzial des einzelnen Mitarbeiters/Bewerbers, kann man ihn optimal einsetzen. Dadurch steigt seine Zufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen. Bei gleichem Einsatz der zeitlichen und personellen Ressourcen wird eine Effizienzsteigerung am Arbeitsplatz erreicht.

Weitere Informationen zu Structogram® und Triogram® finden Sie unter www.structogram.at

April 7, 2009

Die Zukunft beginnt jetzt

Einsortiert unter: Personalentwicklung — Birgit Kabas @ 10:33 vormittags

Gute Fach- und Führungskräfte sind ein wichtiger Wachstumsfaktur für die Wirtschaft. Unternehmen, die wettbewerbsfähig sein und bleiben wollen, brauchen exzellente Mitarbeiter. In jeder Position.

Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, gut ausgebildetes Personal zu halten bzw. zu aquirieren. Derzeit sind viele Fachkräfte auf Arbeitsuche bzw. beim Neuorientieren, sodass kleinere Unternehmen gute Chancen haben, bestens ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen. Vor kurzer Zeit war es speziell für kleine Unternehmen schwierig, wirkliche Keyplayer zu bekommen. Eine positive Folge der derzeit wirtschaftlichen Situation ist der Ausgleich des Fachkräftemangels. Nicht nur Arbeitsuchende sondern auch Fachpersonal mit „relativ sicherem“ Arbeitsplatz orientieren sich an Nischen-Unternehmen und Hoffnungsträgern. Gerade innovative Unternehmen, die im Aufbau begriffen sind, haben nun die Chance, Know-howträger und leistungsorientierte Mitarbeiter zu gewinnen. Wichtig ist es daher, die richtigen Mitarbeiter für das Unternehmen zu finden und sie gut zu integrieren.

Dazu ist es notwendig, sein Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen, zu schauen, welche Schlüsselkräfte es braucht, wo es in den nächsten Jahren hingehen soll und welche Mitarbeiter man dafür benötigt. Gerade jetzt bedarf es eines Innehaltens im Alltagsgeschäft, um die Organisation, Abläufe und Ziele zu hinterfragen und eventuell anzupassen. Unterstützung von außen, durch einen Coach, der andere Perspektiven einnimmt, den Reflexionsprozess steuert und den blinden Fleck schrumpfen lässt, ist hier hilfreich. Es reduziert den Zeitfaktor und steigert die Qualität des Ergebnisses.

Neben der internen Orientierung stellen sich noch folgende Fragen:

  • Was spricht gute Mitarbeiter an?
  • Welche Perspektiven kann ihnen das Unternehmen bieten?
  • Wie formuliert man eine interessante Stellenbeschreibung?
  • Was sind die Schwerpunkte des Unternehmens?
  • Wie sollen diese nach außen hin präsentiert werden?

Behalten guter Mitarbeiter

Nicht nur das Gewinnen neuer Mitarbeiter ist wichtig, sondern auch das Halten der Fachkräfte im Unternehmen. In seinem Vortrag „Eine Blase geht um die Welt“ spricht Ao. Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber der Universität Klagenfurt von der Zeit zu reorganisieren und zu optimieren. Es ist notwendig, Schlüsselpersonen zu identifizieren, ihre Fähigkeiten und Potenziale zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Nach dem Motto: „Die Besten erkennen die Situation, kennen die Kultur und gehen als Erstes“, rät der Zukunftsforscher Matthias Horx Schlüsselkräfte in wichtige Entscheidungen mit einzubeziehen und sie entsprechend ihren Fähigkeiten und Persönlichkeiten einzubinden. Nur mit den Besten lassen sich Herausforderungen bewältigen; daher soll das vorhandene Potenzial bestmöglich genutzt und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen gebunden werden.

Fazit:

Gute Mitarbeiter werden in Zukunft noch stärker zum Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund ist es vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig, die richtigen Mitarbeiter im Unternehmen zu haben. Das Management ist gefordert, die vorhandenen Strukturen zu hinterfragen, bei Bedarf zu ändern und Know-how zu bündeln. Mut, Konsequenz und Verbindlichkeit sind die drei Säulen guter Personalentwicklung und Mitarbeiterführung. Nur eine Investition in Werte und Vertrauen schafft die Basis für eine Zukunft nach der Krise.

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