Mittelstand in Österreich

August 31, 2015

IT-Systeme: Wieviel Pflichtenheft braucht es?

Filed under: IT und Organisation — Matthias Santer @ 9:09 am
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Die Basis für die Auftragsvergabe zur Implementierung eines IT-Systems ist in der Regel ein Pflichtenheft oder auch Anforderungskatalog. Im Rahmen der Implementierung sind oft auch individuelle Anpassungen (Konfiguration, Entwicklung von Schnittstellen etc.) gefordert, welche im Pflichtenheft detailliert sein müssen.

Fehler und Unklarheiten am Beginn (bei der Vergabe) führen zu größeren Problemen am Ende (im Systembetrieb): Eine genaue Definition der Anforderung ist deshalb sehr zu empfehlen.

Ich möchte jedoch gleich anmerken, dass auch eine sehr hohe Genauigkeit des Pflichtenhefts keine Garantie für Fehler-/Problemlosigkeit des IT-Systems bringt. Das liegt daran, dass das Pflichtenheft ja nicht der einzige Einflussfaktor für das Ergebnis (IT System) ist.

Ein Pflichtenheft braucht es also – aber auch wenn sehr detailliert, ein Restrisiko für Fehler bleibt.

Welcher Detaillierungsgrad ist nun sinnvoll?

Mein Ansatz ist schon vor der Vergabe die Abnahme des IT-Systems zu überlegen, also nach dem Motto „Was muss am Schluss vorhanden sein?“. Dabei wird definiert, wie und anhand welcher Kriterien das IT-System geprüft und abgenommen wird (Feststellung der Vertragserfüllung).

Wichtig ist bei der Definition der wesentlichen Abnahmekriterien (hohes Risiko) darauf zu achten, dass diese eindeutig und ggf. auch von Dritten klar als „erfüllt“ oder „nicht erfüllt“ beurteilt werden können. Ein Kriterium wie z.B. „das System muss einfach zu bedienen sein“ ist nicht eindeutig beurteilbar. Dafür sind Ausprägungen von „schnell“ zu definieren, sofern diese Anforderung wichtig ist.

Das Pflichtenheft muss nun zumindest die Abnahmekriterien (das „Soll“) sowie eine Beschreibung der Ausgangssituation (das „Ist“) abbilden. Weiters sind alle geforderten Leistungen nu nennen, wobei die Leistung „Feinspezifikation“ dabei sein sollte. Bei der „Feinspezifikation“ analysiert der Lieferant die Lücke bzw. „Ist“ und „Soll“ und erstellt einen Systementwurf (Lastenheft).

Sofern Sie die Geschäftsabläufe optimieren wollen, sollen Sie mehr Zeit in die Anforderungsanalyse investieren. Die Diskussion über die Anforderungen an das IT-System mit den zukünftigen Anwendern hilft bei der Einschätzung, was technisch lösbar ist und deckt auch Verbesserungsbedarf in der Organisation auf. Das hilft beim „Right-Sizing“ der IT-Lösung, da organisatorische Probleme in der Regel nicht mit IT-Systemen gelöst werden können.

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Juli 2, 2015

Wozu formelles Testen bei Implementierung von Standard-Software?

Filed under: IT und Organisation — Matthias Santer @ 12:57 pm
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IT-Testing ist in Software-Entwicklungsprojekten eine übliche Aktivität, nicht so jedoch bei Implementierungsprojekten mit Standard- bzw. Off-the-Shelf-Software.

Viele Auftraggeber gehen davon aus, dass der Hersteller der (Standard)-Software für den Softwaretest verantwortlich ist und sie sich um diese Aufgabe nicht kümmern müssen. Bei dieser Annahme wird jedoch ignoriert, dass so gut wie keine Software-Implementierung wirklich „Standard“ ist.

Ein gutes Software-Implementierungsprojekt liefert ein System, welches an die spezifische Umgebung anpasst ist. Praktisch sind IT-Umgebung und betriebliche Abläufe der Auftraggeber jedoch nie komplett ident, bestenfalls ähneln Sie einander. Daraus ergeben sich folgende individuelle Liefergegenstände – d.h. diese sind nicht Standard:

  • Individuelle Anpassung der Standard-Software (Konfiguration)
  • Implementierung von Schnittstellen zu anderen Systemen
  • Dokumentation der Implementierung in der spezifischen IT-Umgebung
  • Trainingsunterlagen mit Bezug auf spezifische betriebliche Abläufe

Bei der Abnahme des Systems sollten Sie nun prüfen, ob alle Liefer- und Leistungsgegenstände den Anforderungen an Qualität und Vollständigkeit entsprechen. Auf einen formalen Test der Standard-Software können Sie verzichten, nicht jedoch auf die formelle Prüfung der Individuellen Liefergegenstände.

April 20, 2015

Fischen im Datenmeer

Filed under: Uncategorized — Matthias Santer @ 2:51 pm

Neue Arten von Daten erzeugen eine regelrechte Datenflut: Sensordaten, Social Media, Open Data/Open Government Data und andere.

Haben Sie sich auch schon gefragt, ob das für Ihr Unternehmen nützlich sein könnte?

„Big Data“ ist zumindest die Antwort der IT-Industrie darauf, bietet damit aber nur eine Technologie. Ob Ihr Unternehmen davon profieren kann, gilt es zu evaluieren:

  • Unternehmen, deren Produkte auf Datenauswertungen basieren (Rating-Agenturen, Marktforschung usw.), können aus „Big Data“ Anwendungen typischerweise großen Nutzen ziehen
  • Die Bereiche Verkauf und Marketing können von „Big Data“ Anwendungen profitieren
  • Produktion und Logistik bieten einige Potentiale

Ein paar Beispiele für Big Data Anwendungen:

  • Produktempfehlungen auf Basis getätigter Einkäufe bzw. Einkäufe einer ähnlichen Käufergruppe
  • Betreuung von unzufriedenen Kunden
  • Erkennen von Markttrends
  • Trend der generellen Kundenzufriedenheit
  • Erkennen von Betrugsfällen
  • Früherkennung von Produktionsstörungen

Bevor man nun beginnt, eine Big Data Anwendung zu implementieren, sollte man sich aber auch über die Schwächen klar werden:

1. „Big Data“ Anwendungen sind Statistiken

Mit Statistiken betrachten wir in der Regel nur Häufungen, d.h. sog. „Ausreißer“ gehen unter. Auch ist die Statistik nur so gut, wie die zugrundeliegende Fragestellung und die ausgewerteten Daten. Die „Big Data“ Technologie ermöglich viele Daten auszuwerten und auch mit „Predictive Analysis“ Erkenntnisse aus den Daten bereitzustellen und so die Suche nach der richtigen Fragestellung zu unterstützen.

2. Der Wahrheitsgehalt von Daten

Daten können manipuliert werden, Datenquellen können versiegen, Social Media Postings bilden nicht unbedingt die Wirklichkeit ab usw.

3. Große Dynamik

Datenquellen ändern sich dauernd und dementsprechend entsteht laufend Anpassungsbedarf bei „Big Data“ Anwendungen.

Sinnvoll eingesetzt sind Big Data Anwendungen eine nützliche Informationsquelle. Der Aufwand für Implementierung und Betreuung kann jedoch recht groß sein und daher sollte der quantifizierbare Nutzen vorab evaluiert werden.

Heute sind nur wenige Aufgaben mit „Big Data“ automatisierbar, die Entwicklung schreitet jedoch voran (denken Sie an die Entwicklung der Spracherkennung). In Zukunft wird wohl viel mehr möglich sein – jedenfalls ist damit zu rechnen, dass der Einsatz von Big Data Systemen in Zukunft einfacher und damit weniger aufwändig sein wird.

März 9, 2010

Produkt-Rückrufkostenversicherung

Filed under: Versicherungen — Friedrich Beranek @ 9:11 am
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Was ist versichert?

Versichert sind – nach Umfang des Vertrages – die Ihnen entstehenden Kosten infolge eines Rückrufes wegen vermuteter oder tatsächlicher Mängel eines Produktes, zur Vermeidung von Personen- und / oder Sachschäden.

Wen schützt die Produktrückrufkosten-Versicherung?

Versicherungsschutz besteht für den Versicherungsnehmer, seine gesetzlichen Vertreter und sämtliche Betriebsangehörige des versicherten Betriebes.

Für welche Schäden besteht Versicherungsschutz?

Der Leistungsumfang der Produkt-Rückrufkostenversicherung erstreckt sich auf Vermögensschäden wie z.B. Benachrichtigung / Warnung, Überprüfung der Produkte oder ggf. Vernichtung / Entsorgung der Produkte.

Personen- oder Sachschäden sind direkt der Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung zuzuordnen.

Bis zu welcher Höhe leistet die Produktrückrufkosten-Versicherung?

Steht die Verpflichtung zur Leistung fest, ersetzt die Produktrückrufkosten-Versicherung die Kosten / den Vermögensschaden bis zur vertraglich vereinbarten Versicherungssumme.

Wonach richtet sich die Höhe der Deckungssummen?

Die Höhe der Versicherungs- bzw. Deckungssumme richtet sich nach Ihrem individuellen Absicherungswunsch.

Wo gilt die Produktrückrufkosten-Versicherung?

Die Produkt-Rückrufkostenversicherung gilt für Rückrufe der in Österreich hergestellten Produkte.

Rückrufe nach Österreich sind somit auch weltweit (mit oder ohne USA-Kanada) versicherbar.

Welche Ausschlüsse gibt es?

Neben den allgemeinen Ausschlüssen der gibt es noch spezifische nicht versicherte Risiken. Dies sind z.B. Kosten für

  1. Rückrufe, die nicht zur Vermeidung von Personen- und/oder Sachschäden erforderlich waren
  2. Rückrufe von Produkten, die schon zum Zeitpunkt des in Verkehr Bringens nicht den anerkannten Regeln der Technik entsprachen oder in sonstiger Weise nicht ausreichend erprobt waren

Sinnvolle Ergänzungen

Darüber hinaus können (außer bei Betrieben der KFZ-Industrie) Einschlüsse für Produktschutzkosten, wie z.B. Verkaufspreisverluste, Nettoausfallschaden oder erhöhte Werbungskosten vereinbart werden.

März 2, 2010

Familien- und Steuerentlastung

Filed under: Steueroptimierung — Gerhard Kogler @ 2:18 pm
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Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren von der Steuerreform 2009 in folgenden Bereichen:

  • Lohn-und Einkommensteuer Tarifreform
  • Unternehmer-Freibetrag
  • Familienentlastungspaket

Neben den Konjunkturpaketen I und II soll das Familien-und Steuerentlastungspaket als weitere Maßnahme zur Arbeitsplatzsicherung und zur Abfederung des Konjunkturabschwungs dienen. Insgesamt machen diese Maßnahmen 5,7 Mrd. € und zugleich zwei Prozent des österreichischen BIP aus.

1. TARIFSENKUNG

Entlastung bei der Lohn- und Einkommensteuer

Einkommen Grenzsteuersatz Fälle
Bis 11.000 € (bisher 10.000) 0% 2.700.000 (bisher 2.540.000)
Bis 25.000 € (bisher 25.000) 36,50%      (bisher 38,33%) 2.400.000 (bisher 2.580.000)
Bis 60.000 € (bisher 51.000) 43,2143% (bisher 43,60%) 1.325.000 (bisher 1.145.000)
Ab 60.000 € (bisher 51.000) 50% 200.000              (bisher 270.000)
Einkommen Einkommensteuer 2008 Einkommensteuer 2009 Entlastung
10.000 € 0 € 0 € 0 €
11.000 € 383 € 0 € 383 €
15.000 € 1.917 € 1.460 € 457 €
20.000 € 3.833 € 3.285 € 548 €
25.000 € 5.750 € 5.110 € 640 €
30.000 € 7.930 € 7.271 € 659 €
35.000 € 10.110 € 9.431 € 678 €
40.000 € 12.289 € 11.592 € 697 €
50.000 € 16.649 € 15.914 € 735 €
60.000 € 21.585 € 20.235 € 1.350 €

2. UNTERNEHMER-FREIBETRAG

13./14. für UnternehmerInnen umgesetzt

Der Gewinnfreibetrag ermöglicht es UnternehmerInnen (natürliche Personen) ihren steuerbaren Gewinn zu reduzieren. Mit der Steuerreform 2009 wird dieser Gewinnfreibetrag ab dem Jahr 2010 von 10% auf 13% erhöht. Für UnternehmerInnen bedeutet das, dass sie 13% ihres Gewinnes nicht versteuern müssen, wobei die Höchstgrenze pro Person und Jahr 100.000 € beträgt.

Es gibt 2 Arten des Gewinnfreibetrages, den Grundfreibetrag und den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag.

Grundfreibetrag investitionsbedingter  Gewinnfreibetrag
  • für die ersten 30.000 € Gewinn
  • für Gewinn über 30.000 €
  • kein Nachweis einer Investition erforderlich
  • Anschaffung von abnutzbaren Wirtschaftsgütern oder Wertpapieren muss nachgewiesen werden
  • wird bei Veranlagerung automatisch einberechnet
  • 13% werden sofort berücksichtigt (maximale Steuerersparnis 1.950 €)
  • Grundfreibetrag und Investition müssen in der Veranlagung ausgwiesen werden

Geltend gemacht werden kann der Gewinnfreibetrag bei Einnahmen aus betrieblichen Einkünften, also aus Land- und Forstwirtschaft, selbstständiger Arbeit und Gewerbebetrieb (nicht Vermietung und Verpachtung!). Zulässig ist die Anwendung des Gewinnfreibetrages bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-Ausgabenrechnung und Bilanzierung. Der Grundfreibetrag kann auch bei Gewinnermittlung durch Pauschalierung vom steuerbaren Gewinn abgezogen werden.

Geltendmachung Grundfreibetrag: Bei den ersten 30.000 € Gewinn kommt der Grundfreibetrag automatisch bei der Veranlagung für das Jahr 2010 zur Anwendung.

Geltendmachung investitionsbedingter Gewinnfreibetrag: Liegt der Gewinn über 30.000 €, kann der Freibetrag bei Anschaffung von abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens mit einer Mindestnutzungsdauer von 4 Jahren oder begünstigten Wertpapieren angeschafft werden. Ab der Steuerreform 2009 zählen dazu auch Gebäude. In der Steuererklärung muss der Grundfreibetrag einem Betrieb zugeordnet werden. Den Gewinnanteilen, auf die der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag angewendet werden soll, müssen dann die angeschafften Wirtschaftsgüter zugeordnet werden.

Gültig sind die neuen Freibeträge ab der Veranlagung 2010.

Mit der Steuerreform 2009 wurde die begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne abgeschafft. Nicht entnommene Gewinne können nur mehr bei der Veranlagung 2009 begünstigt versteuert werden.

3. FAMILIENPAKET

Entlastung für Familien mit Kindern

• Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Die Kosten für die Betreuung von Kindern in Kindergärten, Kinderbetreuungsstätten oder seitens Tagesmüttern können bis höchstens 2.300 € pro Kind
und Kalenderjahr als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Die Voraussetzung ist, dass Ihr Kind das 10. Lebensjahr
zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht vollendet hat. UnternehmerInnen werden dadurch noch flexibler und können bis zu 1.150  € sparen.

• Steuerfreier Zuschuss zur Kinderbetreuung
Arbeitgeber/innen können für die Kinderbetreuung ihrer Arbeitnehmer/innen einen Zuschuss leisten. Ein solcher Zuschuss von bis zu 500 € pro Kind
und Jahr ist von der Lohnsteuer befreit. Auch hier gilt die Einschränkung, dass das Kind das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben sollte.
Für die Arbeitgeber/innen sind dies Betriebsausgaben.
• Erhöhter Kinderabsetzbetrag
Der Kinderabsetzbetrag erhöht sich ab 1.Jänner 2009 von bisher 50,90 € auf 58,40 € pro Kind und pro Monat. Jährlich betrachtet ist dies eine Erhöhung
von derzeit 610 € auf 700 €. Die Auszahlung für die ersten Monate des Jahres 2009 erfolgt nachträglich gemeinsam mit der Familienbeihilfe.
• Erhöhter Unterhaltsabsetzbetrag
Im Rahmen der Steuerreform wird der Unterhaltsabsetzbetrag für das erste Kind von bisher 25,50 € auf monatlich 29,20 €,
für das zweite von 38,20 € auf monatlich 43,80 € und für jedes weitere Kind von 50,90 € auf monatlich 58,40 € angehoben.
Den erhöhten Betrag erhalten Sie erstmals im Jahr 2010 im Zuge Ihrer Einkommensteuer- bzw. Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2009.

• Neuer Kinderfreibetrag
Grundsätzlich kann pro Kind ein Freibetrag von jährlich 220 € geltend gemacht werden. Machen beide Elternteile den Freibetrag geltend,
so steht den Einkommensbeziehern jährlich ein Freibetrag von jeweils 132 € und somit insgesamt 264 € zu.
Diese Reform dient zur Minderung der Steuerbemessungsgrundlage, aber zugleich auch als Anreiz zu mehr Beschäftigung.
Wenn Sie den Kinderfreibetrag für sich beanspruchen möchten, müssen Sie in Ihrer Steuererklärung die Sozialversicherungsnummer Ihres Kindes angeben.

SELBST und STÄNDIG?

Der 12-16 Stundentag oder
welche Aufgaben sind Chefsache und was kann sinnvoll delegiert werden?

Ich kenne viele fleißige Unternehmer, die bereits in den frühen Morgenstunden mit ihrer Arbeit beginnen und sie mehr oder weniger ohne Pause am späten Abend beenden. Das ganze dann von Montag bis Sonntag. Zu Spitzenzeiten sicherlich eine Notwendigkeit, im Regelfall jedoch schlechte Einteilung und Organisation.

Von der Strategie zu den täglichen Prioritäten

Sieht man genauer hin, werden viele kleine, unwichtige Tätigkeiten vom Chef persönlich erledigt, bedeutende hingegen auf den nächsten Tag oder die nächste Woche verschoben.

Wichtig ist es, sich als Unternehmer zu überlegen, wohin sich das Unternehmen in den nächsten sechs Monaten, dem nächsten Jahr bzw. den nächsten fünf Jahren entwickeln soll und wie man dort hinkommt. Diese Ziele vor Augen fällt es leichter seine Aufgaben im Alltag zu priorisieren und den Tag mit den wirklich wichtigen Arbeiten zu beginnen. Die meisten Menschen arbeiten an ihrer Aufgabenliste die schnell zu erledigenden Aufgaben ab und widmen sich dann erst unliebsamen oder etwas aufwändigeren Arbeiten. Oft reicht die Zeit nicht mehr aus und diese werden weiter nach hinten verschoben. Ein unangenehmes Gefühl entsteht und entwickelt sich bei längerem Aufschub zu einem recht beachtlichen Rucksack.

Drehen wir die ganze Geschichte um. Wir beginnen zuerst mit einer wichtigen Arbeit, die vielleicht nicht ganz so angenehm, dafür aber extrem wichtig für unsere unternehmerische Zukunft ist. Ist diese erledigt, sind wir von dem Erfolgserlebnis beflügelt und nehmen die nächsten Aufgaben mit Schwung und Leichtigkeit in Angriff.

Es ist von großer Bedeutung den Markt und das eigene Unternehmen laufend zu reflektieren. Mit etwas Distanz zum Alltagsgeschäft eventuell mit professioneller Unterstützung gelingt dies sehr gut und schnell. Man muss nicht warten, bis Feuer am Dach ist, sondern kann rechtzeitig gegenlenken.

Die Unternehmenskultur

Mitarbeitereinschulung ist das A und O im Unternehmen. Klare Richtlinien und Regeln geben langfristig Orientierung im Umgang mit einander und vereinfachen interne und externe Prozesse. Auch in diesem Fall spielt die Gesamtstrategie eine wesentliche Rolle. Wohin will sich das Unternehmen entwickeln? Welchen Beitrag können die Mitarbeiter dazu leisten? Welche Aufgaben muss/kann ich als Chef delegieren?

Im konkreten bedeutet das

  • Was darf der Mitarbeiter selbst entscheiden? Für was ist er verantwortlich?
  • Wann muss ich als Chef informiert bzw. gefragt werden?
  • Wie lange dauern regelmäßige Besprechungen? Wer nimmt daran teil? Welches Ziel haben sie?…

Das Controlling

Kontrolle ist Chefsache! Das Wort Kontrolle ist in unserem Sprachgebrauch sehr negativ besetzt und trotzdem für den Erfolg des Unternehmens sehr wichtig. Es ist von oberster Priorität, als Chef den Überblick zu haben, um zu wissen, was als nächstes geschehen soll.

Wie Management Guru Fredmund Malik sagt, ist es ganz einfach erfolgreich zu sein „Stop doing wrong things.“ und das gilt nicht nur für den Unternehmer, sondern auch für seine Mitarbeiter.

Februar 24, 2010

Der Weg aus der Zettelwirtschaft

Sie wollen mehr Ordnung im Büro? Hier ein paar Tipps zur Bewältigung der administrativen Aufgaben im Unternehmen.

Was ist so schlecht an einer Zettelwirtschaft?

Zettelwirtschaft ist ja ein negativ besetztes Wort. Man umschreibt damit einen Zustand von Unordnung bis Chaos im Büro. Meine Hypothese ist, dass ein Unternehmen mit einer Zettelwirtschaft früher oder später in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Natürlich hat nicht jeder Mensch die gleiche Vorstellung von Ordnung. Ebenso sind die Auswirkungen von Unordnung nicht immer katastrophal. Für ein gesundes Unternehmen jedoch muss sichergestellt sein, dass

  • der Zahlungsfluss passt
  • die Finanzsituation des Unternehmens jederzeit bekannt ist
  • Rechnungen korrekt erstellt werden
  • Lohnabrechnungen korrekt und zeitgerecht erfolgen
  • Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten nachvollziehbar sind
  • gesetzliche Dokumentationspflichten erfüllt werden
  • Aufzeichnungen zur Qualitätssicherung (Haftung, Gewährleistung) erfolgen
  • möglichst wenig verloren geht

Um diese Aufgaben zu erfüllen, ist eine gute Portion von Ordnung notwendig.

Wie schafft man Ordnung im Büro?

Der Schlüssel liegt in einer guten Ablauforganisation:

  • Die Aufgaben unter den Mitarbeitern verteilen und die Verantwortungen klären
  • Die Aufgaben in Ablauf und geforderter Qualität dokumentieren
  • Dokumentation zur Nachvollziehbarkeit
  • Für Kontrollen sorgen

Was kann EDV / IT hier beitragen?

Eine gute Organisation ist die Voraussetzung, damit mit EDV / IT das Unternehmen noch effizienter werden kann. Der Beitrag der EDV / IT kann sein:

  • Aktuelle Daten zur Betriebssteuerung (Finanzen, Verkauf, Aufträge, Lager usw.)
  • Teilautomatisierung von betrieblichen Abläufen
  • Schnelle Nachvollziehbarkeit für alle in der EDV / IT dokumentieren Vorgänge und Vereinbarungen
  • Schnelle und korrekte Rechnungslegung, Lohnverrechnung
  • Erfüllung von gesetzlichen Dokumentationspflichten
  • Datenbasis für die Verbesserung des Unternehmens

Wie erreicht man das?

Die konkrete Lösung ist für jedes Unternehmen anders. Deshalb, weil auch die Ausgangssituation immer eine andere ist. Folgende generelle Vorgangsweise empfehle ich Ihnen:

  1. Analyse der Ist-Situation
  2. Finden von Problemstellen und Verbesserungspotentialen
  3. Finden von prinzipiellen Lösungswegen und Erstellen einer groben Maßnahmenliste
  4. Finden von “Quick-Wins” und Priorisieren der Maßnahmen
  5. Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen zur Erreichung der “Quick-Wins”
  6. Umsetzung der anderen Verbesserungsmaßnahmen nach Prioritäten
  7. Ergebniskontrolle
  8. Nachbessern

Tipps

  • Das ist ein Organisations- und kein EDV / IT-Thema
    Die Reduktion auf den Einsatz von neuen IT-Systemen meist zu wenig. Eine gute Organisation ist die Basis, damit EDV / IT den höchsten Nutzen bringen kann.
  • Lieber nur einen Schritt nach dem anderen
    Nehmen Sie sich nicht alles auf einmal vor. Lieber nur eine Maßnahme nach der anderen und diese ordentlich umsetzen.
  • Bestimmen Sie einen “Verbesserungs-Beauftragten”, der nicht der Chef ist
    Die Umsetzung ist bekanntlich immer der schwierigste Teil. Damit die Maßnahmenliste nicht einfach in der Schublade verschwindet, sollten Sie jemanden bestimmen, der den Fortschritt verfolgt und die offenen Punkte immer wieder in Erinnerung ruft. Der Chef ist dafür nicht geeignet, da er oft die größte Umsetzungsarbeit zu leisten hat. Ggf. sollten Sie sich dafür externe Unterstützung holen.
  • Richten Sie Ihr Unternehmen auf kontinuierliche Verbesserung aus
    Ein solches Organisationsprojekt braucht seine Zeit, bis es umgesetzt ist. Es wäre nur normal, wenn sich in der Zwischenzeit auch die Anforderungen an Ihr Unternehmen geändert haben.
    Aus dem Verständnis heraus, dass stetige Veränderung normal ist, sollten Sie auch Ihr Unternehmen auf permanente Weiterentwicklung einrichten.

Sie möchten mehr wissen?

Wenn Sie mehr erfahren möchten, so kontaktieren Sie mich unter ms@itplusorganisation.at
Ich stehe für ein unverbindliches Gespräch in Ihrem Haus gerne zu Verfügung.

Februar 19, 2010

Ist der Sicherheitsstandard ISO 27001 für KMUs sinnvoll?

Filed under: IT-Sicherheit — Wolfgang Schnabl @ 6:31 pm
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Informationssicherheit ist für KMUs oft ein Randthema. Ressourcen und Know-how fehlen, das Kerngeschäft wird mit Produkten und Services gemacht, Security ist scheinbar Ballast. Inwieweit ist ein Sicherheitskonzept nach dem ISO Standard 27001 für KMUs sinnvoll?

Das Überleben eines Unternehmens wird in unserer technisierten Welt immer mehr zur Frage der Sicherheit von Informationen. Selbst KMUs müssen sich diesem Thema stellen, egal ob Hightech Betrieb oder Tischlerei. Computer sind heute die Voraussetzung dafür, dass gearbeitet werden kann. Steht der Computer, so steht die Arbeit. Ohne Computer weiß eine Firma nicht mehr welche Kunden sie hat oder welche Produkte im Lager sind. Rechnungen erstellen, versenden und kassieren, auch Gehaltszahlung an die eigenen Mitarbeiter, ist nicht mehr möglich.

ISO 27001 Standard

Im Qualitätsdenken hat sich bereits vor langer Zeit ein international anerkannter Maßstab etabliert, die ISO 9001. Analog dazu entwickelte sich in den letzten Jahren ein Standard für das Management von Informationssicherheit, die ISO 27001. Innerhalb kürzester Zeit wurde dieser Standard zum Wegweiser, an dem sich Unternehmen orientieren. Die Frage, „ob“ dieser Standard im Unternehmen eingeführt wird hat sich vielfach schon geändert zu „wann“ dieser Standard eingeführt wird. Gerade große Unternehmen verpflichten nun auch ihre Lieferanten zur Einhaltung und letztendlich zur Zertifizierung nach ISO 27001. Das Risiko, wenn ein Betrieb sich keine Gedanken um Security macht, ist für diese Unternehmen einfach zu hoch.

Vorteile/Nachteile

Der Standard wird von vielen als die „Bibel“ im IT-Securitybereich gesehen. Viel wichtiger als blindes Vertrauen ist jedoch die Tatsache, dass sich hier eine Menge kluger Köpfe Gedanken zum Thema Informationssicherheit gemacht haben. Warum also das Rad neu erfinden, wenn ein kurzer, prägnanter Leitfaden vorliegt, in dem beschrieben ist auf was man alles aufpassen sollte, wenn man über Sicherheit nachdenkt und diese implementiert.
Der Vorteil gerade für kleinere Unternehmen, die keine eigene Security-Mannschaft haben, besteht darin, sich gleichsam kostenlos Tipps zu holen, wie man Informationssicherheit in den Griff bekommen kann. Sie werden überrascht sein, wie viel man machen kann, ohne in neue Technologien zu investieren, ohne neue Hardware und Software anzuschaffen. Gerade organisatorische Maßnahmen erhöhen die Gesamtsicherheit dramatisch und werden im Standard nachdrücklich gefordert.
Der Nachteil besteht sicherlich darin, dass auf einigen wenigen Seiten die gesamte Welt der Security stichwortartig dargelegt wird. Ein „drüberschauen“ ohne den Beistand eines Security-Experten ist nicht möglich. Selbst die IT-Mitarbeiter der meisten Unternehmen werden dabei hoffnungslos überfordert sein. Und falsch verstandene Maßnahmen kommen meist teurer.

Security als Wettbewerbsvorteil

Security muss kein Kostenfaktor sein. Gerade die durchüberlegten Maßnahmenvorschläge einer ISO 27001 ermöglichen es einem Unternehmen punktgenau und kostengünstig Sicherheit zu erhöhen. Sie müssen keine Zertifizierung anstreben wenn sich für Sie der Werbeeffekt nicht lohnt. Aber einige Maßnahmen umzusetzen bringt Sie im Krisenfall nicht aus dem Gleichgewicht und der Konkurrenz einen großen Schritt voraus.

Oktober 20, 2009

Mikolares – der zweite Teil der Geschichte

Filed under: Uncategorized — Rudolf Kravanja @ 6:01 am
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Fortsetzung (hier finden Sie den ersten Teil):

Zwei große Jungs spielten alleine auf diesen großen Platz Fußball – nicht so viele wie am Vortag. Mikolares fragte die Tante: „Kannst du die Zwei fragen, ob ich mitspielen darf?“ Die Tante sagte zu ihm: „Sei nicht auf mich beleidigt. Ich schlage dir vor, frag du einmal die zwei Jungs. Wenn es nicht klappt, rede ich mit Ihnen. OK“? Mikolares schaute sie schüchtern an, aber er nahm sich zusammen und mit allem Mut ging er auf das Spielfeld. Er fragte, ob er mitspielen darf. Die  zwei Jungs reagierten so wie zu Hause seine zwei Brüder: „Was willst du Zwerg mit uns spielen? Hast du überhaupt schon einmal Fußball gespielt?“, hänselten sie ihn.

Enttäuscht und traurig drehte er sich um und wollte zu seiner Tante zurück. Da plötzlich stand ein Mädchen vor ihm und sagte: „Denen zeigen wir es“. Das Mädchen war gleich groß wie die beiden Jungs, hatte blonde Haare, zu einem Zopf zusammengebunden, ein braun gebranntes Gesicht und war sehr sportlich. Sie reichte Mikolares ihre Hand und sagte: „Slonarie, alle sagen Slo zu mir. Willst du mit mir gegen die spielen?“ Mikolares wusste nicht, was er tun sollte. Er sagte zu Slo: „Ich habe noch nie so richtig Fußball gespielt“. Slo sah seine Angst und machte ihm einen Vorschlag: „Wir trainieren erst und dann in drei, vier Tagen spielen wir gegen die Zwei“. „OK“, Mikolares nickte. Slo ging zu den zwei Jungs und machte mit ihnen aus: „In vier Tagen um 15 Uhr wieder hier“. Die Jungs lachten: Ein Mädchen und ein kleiner Junge, aber sie sagten zu.

Mikolares verbrachte ab nun jeden Nachmittag mit Slo, um zu üben. Slo brachte ihm viele Tricks bei, und motivierte ihn, wenn es nicht so klappte. Die Tante war froh, dass ihr kleiner Neffe eine Freundin gefunden hatte. Sie schaute gerne zu, welche Fortschritte Mikolares beim Fußballspielen machte. Am dritten Tag, bevor das Spiel gegen die zwei Jungs stattfinden sollte, kam Slo leider nicht zum Training. Mikolares wusste nicht, was los war. Er wusste auch nicht, wo Slo wohnte. Traurig ging er nach Hause und war sehr verunsichert.

Die Nacht konnte er fast nicht schlafen. Nach einem ausgewogenen Frühstück und einen Einkaufsvormittag mit seiner Tante wollte er gar nicht zum Fußballplatz. Seine Tante munterte ihn auf und schaffte es, ihn nach dem Mittagessen doch noch auf Fußballplatz zu bringen. Dort angekommen spielten die zwei großen Jungs schon – aber leider keine Spur von Slo. Mikolares war sehr traurig. Er konnte nicht glauben, dass Slo, die so selbstbewusst war, ihn versetzt hatte. Er hatte recht: Da war sie plötzlich – aus dem Nichts kam sie! Leider konnte sie gestern nicht kommen. Sie musste mit ihren Eltern zu den Großeltern fahren und hatte keine Adresse von Mikolares. Vor lauter Spaß beim Fußballspielen hatten die Zwei vergessen, Ihre Adressen auszutauschen.

Aber zurück zum Spielfeld. Die zwei Jungs machten sich immer noch lustig über ihre Gegner: „Schau den Kleinen an. Und ein Mädchen Fußball – das wird lustig!“

Slo ging zu den zwei und machte aus: „Wir spielen eine halbe Stunde und wer dann mehr Tore geschossen hat, hat gewonnen“. Sie waren einverstanden. Los ging es! Die Zwei schauten nicht schlecht, wie Slo und Mikolares mit dem Ball tricksten. Mikolares war zwar noch ein wenig unsicher, aber er wollte gewinnen. Slo spielte die Zwei immer wieder aus, schoss zu Mikolares und der traf das Tor. Am Ende gewannen die Zwei: vier zu null!

Die Jungs waren leise geworden. Slo und Mikolares feierten den Sieg mit der Tante von Mikolares bei einem Eis.

14 Tage gingen schnell vorbei und Mikolares spielte jeden Tag mit Slo Fußball. Er war traurig, als er sich von Slo verabschieden musste. Sie wollten sich nächstes Jahr wieder treffen.

Die Tante mit ihrem roten Cabrio brachte Mikolares nach Hause. Zu Hause angekommen erzählte er seiner Familie über die Erlebnisse in der großen Stadt. Die Brüder machten wieder Witze über ihn und hänselten ihn – so wie die Zwei am Fußballplatz in der Stadt.

Eine Woche später ging Mikolares mit seinen Brüdern auf den Dorf Fußballplatz, dort sollte er wie immer nur zuschauen. Er aber ging zu den anderen Kindern und sagte: „Ich kann auch Fußballspielen“. Zwar lachten alle, aber sie sagten: „Dann probieren wir es halt mit dir“.

Da staunten alle nicht schlecht wie der Kleine so manchen Trick, denn hier niemand kannte, machte und ein Tor nach dem anderen schoss.  Nun war der kleine Mikolares ein gefragter Mitspieler und man riss sich um ihn.

Die Brüder waren stolz auf ihren kleinen Bruder und wollten die Tricks von ihm lernen. Mikolares war stolz auf sich und schrieb seiner Freundin Slo eine Dankeskarte.

Betriebshaftpflicht – was ist das?

Filed under: Versicherungen — Friedrich Beranek @ 5:49 am
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Was ist ein Haftpflichtschaden – Beispiele ?

z.B. ein Malerlehrling trägt durch das Büro einer Firma, in der die Wände neu
gestrichen werden sollen, eine Leiter. Er stellt sich so ungeschickt an und wirft beim
Schwenken der Leiter den PC eines Büroangestellten zu Boden, wodurch dieser
kaputt wird.

Deckungsumfang – was ist gedeckt?

Die Betriebshaftpflicht ist eine Sachenersatzversicherung gegen gesetzlich
begründete Haftpflichtforderungen aus betrieblicher Tätigkeit.
Im Schadenfall (Personen- und Sachschäden) übernimmt nun der Versicherer die
Prüfung der Haftung, wehrt unbegründete Forderungen ab und bezahlt den Schaden,
wenn die Haftung gegeben ist.

Der Haftpflichtversicherer:

  • prüft ob überhaupt Deckung (=Versicherungsschutz) besteht und weiters, ob es eine Haftung des versicherten Unternehmens gibt
  • zahlt, wenn der Versicherte haftet und
  • wehrt ab, wenn der Versicherte nicht schuld ist

Die Versicherung erstreckt sich auf sämtliche Tätigkeiten des Unternehmens
(Versicherter) im Rahmen der Gewerbeberechtigung.

Was deckt diese Versicherung nicht ?

Die Haftpflichtversicherung deckt unter anderem nicht:

  • Das unternehmerische Risiko selbst
  • Gewährleistungsansprüche
  • Vorsätzliches Herbeiführen von Schäden
  • Schäden durch Zuwiderhandeln gegen gesetzliche Vorschriften
  • etc.

Es gibt bei dieser Versicherungsvariante eine sog. Grunddeckung. Diese
Grunddeckung deckt in etwa nur ca. 60 % des unternehmerischen Risikos. Deshalb
ist es wichtig, zunächst einmal zu prüfen, welche betrieblichen Risiken das
Unternehmen überhaupt hat. Erst danach kann festgelegt werden, welchen
Deckungsumfang die Betriebshaftpflichtversicherung des Unternehmens haben soll.

Ein wichtiger Punkt bei der Risikobeurteilung ist die sog. Umwelthaftung des
Unternehmens. Hier ergeben sich sehr oft Schäden in Millionenhöhe.

Daher ist die „richtige“ Betriebshaftpflichtversicherung für jedes Unternehmen wichtig, da durch entstehende Schäden die Existenz des Unternehmens gefährdet sein kann.

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