Mittelstand in Österreich

Oktober 20, 2009

Mikolares – der zweite Teil der Geschichte

Filed under: Uncategorized — Rudolf Kravanja @ 6:01 am
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Fortsetzung (hier finden Sie den ersten Teil):

Zwei große Jungs spielten alleine auf diesen großen Platz Fußball – nicht so viele wie am Vortag. Mikolares fragte die Tante: „Kannst du die Zwei fragen, ob ich mitspielen darf?“ Die Tante sagte zu ihm: „Sei nicht auf mich beleidigt. Ich schlage dir vor, frag du einmal die zwei Jungs. Wenn es nicht klappt, rede ich mit Ihnen. OK“? Mikolares schaute sie schüchtern an, aber er nahm sich zusammen und mit allem Mut ging er auf das Spielfeld. Er fragte, ob er mitspielen darf. Die  zwei Jungs reagierten so wie zu Hause seine zwei Brüder: „Was willst du Zwerg mit uns spielen? Hast du überhaupt schon einmal Fußball gespielt?“, hänselten sie ihn.

Enttäuscht und traurig drehte er sich um und wollte zu seiner Tante zurück. Da plötzlich stand ein Mädchen vor ihm und sagte: „Denen zeigen wir es“. Das Mädchen war gleich groß wie die beiden Jungs, hatte blonde Haare, zu einem Zopf zusammengebunden, ein braun gebranntes Gesicht und war sehr sportlich. Sie reichte Mikolares ihre Hand und sagte: „Slonarie, alle sagen Slo zu mir. Willst du mit mir gegen die spielen?“ Mikolares wusste nicht, was er tun sollte. Er sagte zu Slo: „Ich habe noch nie so richtig Fußball gespielt“. Slo sah seine Angst und machte ihm einen Vorschlag: „Wir trainieren erst und dann in drei, vier Tagen spielen wir gegen die Zwei“. „OK“, Mikolares nickte. Slo ging zu den zwei Jungs und machte mit ihnen aus: „In vier Tagen um 15 Uhr wieder hier“. Die Jungs lachten: Ein Mädchen und ein kleiner Junge, aber sie sagten zu.

Mikolares verbrachte ab nun jeden Nachmittag mit Slo, um zu üben. Slo brachte ihm viele Tricks bei, und motivierte ihn, wenn es nicht so klappte. Die Tante war froh, dass ihr kleiner Neffe eine Freundin gefunden hatte. Sie schaute gerne zu, welche Fortschritte Mikolares beim Fußballspielen machte. Am dritten Tag, bevor das Spiel gegen die zwei Jungs stattfinden sollte, kam Slo leider nicht zum Training. Mikolares wusste nicht, was los war. Er wusste auch nicht, wo Slo wohnte. Traurig ging er nach Hause und war sehr verunsichert.

Die Nacht konnte er fast nicht schlafen. Nach einem ausgewogenen Frühstück und einen Einkaufsvormittag mit seiner Tante wollte er gar nicht zum Fußballplatz. Seine Tante munterte ihn auf und schaffte es, ihn nach dem Mittagessen doch noch auf Fußballplatz zu bringen. Dort angekommen spielten die zwei großen Jungs schon – aber leider keine Spur von Slo. Mikolares war sehr traurig. Er konnte nicht glauben, dass Slo, die so selbstbewusst war, ihn versetzt hatte. Er hatte recht: Da war sie plötzlich – aus dem Nichts kam sie! Leider konnte sie gestern nicht kommen. Sie musste mit ihren Eltern zu den Großeltern fahren und hatte keine Adresse von Mikolares. Vor lauter Spaß beim Fußballspielen hatten die Zwei vergessen, Ihre Adressen auszutauschen.

Aber zurück zum Spielfeld. Die zwei Jungs machten sich immer noch lustig über ihre Gegner: „Schau den Kleinen an. Und ein Mädchen Fußball – das wird lustig!“

Slo ging zu den zwei und machte aus: „Wir spielen eine halbe Stunde und wer dann mehr Tore geschossen hat, hat gewonnen“. Sie waren einverstanden. Los ging es! Die Zwei schauten nicht schlecht, wie Slo und Mikolares mit dem Ball tricksten. Mikolares war zwar noch ein wenig unsicher, aber er wollte gewinnen. Slo spielte die Zwei immer wieder aus, schoss zu Mikolares und der traf das Tor. Am Ende gewannen die Zwei: vier zu null!

Die Jungs waren leise geworden. Slo und Mikolares feierten den Sieg mit der Tante von Mikolares bei einem Eis.

14 Tage gingen schnell vorbei und Mikolares spielte jeden Tag mit Slo Fußball. Er war traurig, als er sich von Slo verabschieden musste. Sie wollten sich nächstes Jahr wieder treffen.

Die Tante mit ihrem roten Cabrio brachte Mikolares nach Hause. Zu Hause angekommen erzählte er seiner Familie über die Erlebnisse in der großen Stadt. Die Brüder machten wieder Witze über ihn und hänselten ihn – so wie die Zwei am Fußballplatz in der Stadt.

Eine Woche später ging Mikolares mit seinen Brüdern auf den Dorf Fußballplatz, dort sollte er wie immer nur zuschauen. Er aber ging zu den anderen Kindern und sagte: „Ich kann auch Fußballspielen“. Zwar lachten alle, aber sie sagten: „Dann probieren wir es halt mit dir“.

Da staunten alle nicht schlecht wie der Kleine so manchen Trick, denn hier niemand kannte, machte und ein Tor nach dem anderen schoss.  Nun war der kleine Mikolares ein gefragter Mitspieler und man riss sich um ihn.

Die Brüder waren stolz auf ihren kleinen Bruder und wollten die Tricks von ihm lernen. Mikolares war stolz auf sich und schrieb seiner Freundin Slo eine Dankeskarte.

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