Mittelstand in Österreich

März 2, 2010

SELBST und STÄNDIG?

Der 12-16 Stundentag oder
welche Aufgaben sind Chefsache und was kann sinnvoll delegiert werden?

Ich kenne viele fleißige Unternehmer, die bereits in den frühen Morgenstunden mit ihrer Arbeit beginnen und sie mehr oder weniger ohne Pause am späten Abend beenden. Das ganze dann von Montag bis Sonntag. Zu Spitzenzeiten sicherlich eine Notwendigkeit, im Regelfall jedoch schlechte Einteilung und Organisation.

Von der Strategie zu den täglichen Prioritäten

Sieht man genauer hin, werden viele kleine, unwichtige Tätigkeiten vom Chef persönlich erledigt, bedeutende hingegen auf den nächsten Tag oder die nächste Woche verschoben.

Wichtig ist es, sich als Unternehmer zu überlegen, wohin sich das Unternehmen in den nächsten sechs Monaten, dem nächsten Jahr bzw. den nächsten fünf Jahren entwickeln soll und wie man dort hinkommt. Diese Ziele vor Augen fällt es leichter seine Aufgaben im Alltag zu priorisieren und den Tag mit den wirklich wichtigen Arbeiten zu beginnen. Die meisten Menschen arbeiten an ihrer Aufgabenliste die schnell zu erledigenden Aufgaben ab und widmen sich dann erst unliebsamen oder etwas aufwändigeren Arbeiten. Oft reicht die Zeit nicht mehr aus und diese werden weiter nach hinten verschoben. Ein unangenehmes Gefühl entsteht und entwickelt sich bei längerem Aufschub zu einem recht beachtlichen Rucksack.

Drehen wir die ganze Geschichte um. Wir beginnen zuerst mit einer wichtigen Arbeit, die vielleicht nicht ganz so angenehm, dafür aber extrem wichtig für unsere unternehmerische Zukunft ist. Ist diese erledigt, sind wir von dem Erfolgserlebnis beflügelt und nehmen die nächsten Aufgaben mit Schwung und Leichtigkeit in Angriff.

Es ist von großer Bedeutung den Markt und das eigene Unternehmen laufend zu reflektieren. Mit etwas Distanz zum Alltagsgeschäft eventuell mit professioneller Unterstützung gelingt dies sehr gut und schnell. Man muss nicht warten, bis Feuer am Dach ist, sondern kann rechtzeitig gegenlenken.

Die Unternehmenskultur

Mitarbeitereinschulung ist das A und O im Unternehmen. Klare Richtlinien und Regeln geben langfristig Orientierung im Umgang mit einander und vereinfachen interne und externe Prozesse. Auch in diesem Fall spielt die Gesamtstrategie eine wesentliche Rolle. Wohin will sich das Unternehmen entwickeln? Welchen Beitrag können die Mitarbeiter dazu leisten? Welche Aufgaben muss/kann ich als Chef delegieren?

Im konkreten bedeutet das

  • Was darf der Mitarbeiter selbst entscheiden? Für was ist er verantwortlich?
  • Wann muss ich als Chef informiert bzw. gefragt werden?
  • Wie lange dauern regelmäßige Besprechungen? Wer nimmt daran teil? Welches Ziel haben sie?…

Das Controlling

Kontrolle ist Chefsache! Das Wort Kontrolle ist in unserem Sprachgebrauch sehr negativ besetzt und trotzdem für den Erfolg des Unternehmens sehr wichtig. Es ist von oberster Priorität, als Chef den Überblick zu haben, um zu wissen, was als nächstes geschehen soll.

Wie Management Guru Fredmund Malik sagt, ist es ganz einfach erfolgreich zu sein „Stop doing wrong things.“ und das gilt nicht nur für den Unternehmer, sondern auch für seine Mitarbeiter.

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1 Kommentar »

  1. Controlling ist nicht Kontrolle!! Das sollte hier noch einmal klar wiederholt werden.
    UND: Es kann sich heute keine Unternehmen mehr leisten kein Controlling zu haben.

    Ein interner Controller rechnet sich für den Mittelstand nicht? Stimmt. Ihr Hausarzt ist ja auch nicht angestellt.
    MeinController versteht sich als „Der Hausarzt Ihres Unternehmens“ nach dem Motto: Gesunde Zahlen – Gesundes Unternehmen.

    UnternehmerInnen müssen sich zwar um alles kümmern. ABER – Nicht alles selber machen.

    Ich stimme zu das Hauptproblem von UnternehmerInnen ist Zeitmangel. Was bleibt liegen? Der unliebsame kaufmännische „Kram“. Das machen wir aus dem Bauch heraus. Der Bauch kann sich irren! Daraus ergibt sich ein erhöhter Bedarf an Transparenz und Information was denn im Unternehmen so vor sich geht.

    Sie wollen sicher entscheiden, gezielt steuern und Ihren Profit steigern.
    Sie brauchen mehr Zeit und Transparenz.

    Externes Controlling hilft bei Entscheidungsfindung, Aufbereitung von Informationen für UnternehmerInnen aber auch für Bankengespräche etc. MeinController ist Schnittstelle zu Steuerberatern, Banken und Anwälten auf Augenhöhe.

    Ich nehme UnternehmerInnen an der Hand und übernehme gerne auch kaufmännische Aufgaben.
    RoC – Return on Controlling. Controlling von außen muss ich rechnen. Die Rechnung geht auch auf.

    Sehen wir uns die Rechnung gemeinsam an. Nutzen Sie den Beratungsscheck im Wert von 300 Euro.

    Ich freue mich auf Sie
    Harald Weiss

    Kommentar von Mag. Harald Weiss — März 11, 2010 @ 1:31 pm | Antwort


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